Fehler – Die Chance zum Lernen

Beim Musizieren, Üben, Erlernen von neuen Stücken ist es absolut unmöglich keine Fehler zu machen: Falsche Noten, falscher Rhythmus, schlechte Vorbereitung, falsche Bewegungsabläufe, schlechte Konzentration usw. Es geht gar nicht darum zu versuchen keine Fehler zu machen, sondern wie man mit Fehlern umgeht die im Unterricht, beim Üben zu Hause, beim Vorspiel passieren. Fehler sind ein Teil des Lernprozesses und eine Möglichkeit zum Verbessern und Dazulernen. Fehler können uns auf wichtige Dinge aufmerksam machen, die noch verbessert werden können oder müssen. Aber das Wichtigste ist zu wissen, dass Fehler nicht Versagen bedeutet. Ein Fehler definiert nicht das Können, die Motivation oder sogar die Person. Wenn dir Fehler beim Üben oder im Unterricht bewusstwerden, dann bleibe erstmals ganz ruhig, stehe zu dem Fehler und mach dich ans Analysieren. Versuche ehrlich und objektiv herauszufinden, was falsch gemacht wurde. Was habe ich versucht zu machen? Was lief falsch? An welchem Punkt lief die Bewegung falsch ab? Ist mir der Fehler bewusst oder unterbewusst unterlaufen? Versuche zu verstehen, warum der Fehler passiert ist. Versuche mit besseren und den richtigen Fragen die Herausforderung zu analysieren. Dann geht es ans Verbessern. Was habe ich gelernt, um den Fehler nicht zu wiederholen? Vorbereite dich, frage nach, probiere es noch einmal aus, um den Fehler (eine falsche Note, Rhythmus, ein unschöner Klang, zu schnelles Tempo, …) das nächste Mal zu vermeiden. Auch das Aufschreiben, was man entdeckt und gelernt hat, kann helfen.
Akzeptiere das uns ständig Fehler passieren und das absolut in Ordnung ist. Nutze die als Lernquelle. Genau wie Thomas Edison, der nach tausenden von Versuchen nicht aufgab, bis er die Glühbirne dauerhaft zum Leuchten brachte und der sagte: „Niemals aufgeben! Unsere größte Schwäche ist das Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg besteht darin, immer wieder einen neuen Versuch zu wagen.“

Viel Freude beim Musizieren!

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